Wofür ist eine Privathaftpflicht Versicherung gut?

Heute kann sich jeder gegen nahezu alle Risiken des Lebens versichern, und die Versicherungsbranche tritt sehr überzeugend auf, wenn es darum geht, ihren Kunden eine vermeintlich wichtige Versicherung zu verkaufen. Nicht selten sind die potenziellen Kunden jedoch eher verunsichert und fragen sich, ob wirklich jeder denkbare Schadensfall versichert werden sollte. Häufig sind Skepsis und gründliche Information zur Haftpflichtversicherung angebracht.

Doch es gibt einige Versicherungen, über deren Notwendigkeit sich Experten einig sind und die nicht nur das Eintreten von seltenen und unwahrscheinlichen Lebenssituationen absichern wollen. Zu diesen notwendigen Versicherungen gehört die Privathaftpflicht.

Eine Private Haftpflicht ist im Gegensatz zu anderen Versicherungen, wie z. B. der Kfz-Haftpflichtversicherung, freiwillig und wird in Österreich in der Regel als Bestandteil einer Haushaltsversicherung angeboten. Sie gehört zu den wichtigsten Versicherungen und deckt berechtigte Schadensersatzforderungen ab, die gegen eine versicherte Privatperson erhoben werden. Umgekehrt bietet sie dem Versicherungsnehmer Schutz gegen nicht berechtigte Forderungen.

Was versichert die Privathfatpflicht?

Eine Privat-Haftpflichtversicherung versichert immer bis zu einer vereinbarten Schadens-Höchstgrenze, da sich der finanzielle Umfang der eventuell in Zukunft verursachten Schäden nicht abschätzen lässt. Abgedeckt sind hierbei sowohl Personen- als auch Sach- und Vermögensschäden. Dabei wird von Experten empfohlen, nur Verträge mit einer Versicherungssumme von mindestens 750.000 Euro abzuschließen. Allerdings kann bei schuldhaft verursachten Personenschäden, die möglicherweise Krankenhausaufenthalte mit Operationen oder auch Verdienstausfälle nach sich ziehen, dieser Betrag schnell überstiegen werden. Außerdem ist hier die Forderung eines Schmerzensgeldes durch den Geschädigten sehr wahrscheinlich. Daher hat sich beim Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung eine Versicherungssumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro etabliert.

Der Umfang des Versicherungsschutzes erstreckt sich hier nach geltender Rechtsprechung auf die Gefahren des täglichen Lebens. Darunter sind diejenigen Lebensrisiken zu verstehen, die zwar durchaus im Alltag vorkommen können, mit denen aber nicht unbedingt täglich gerechnet werden muss.

Wer ist bei der Privat-Haftpflicht versichert?

Der Versicherungsschutz einer Privat-Haftpflicht schließt neben dem Versicherungsnehmer auch den Ehegatten oder Lebensgefährten mit ein, sofern dieser mit dem Versicherungsnehmer in einer häuslichen Gemeinschaft lebt. Darüber hinaus sind sowohl die minderjährigen Kinder als auch Kinder bis zum 25. oder 27. Lebensjahr, die weder über einen eigenen Haushalt noch über ein eigenes regelmäßiges Einkommen verfügen sowie deren Lebensgefährten oder Ehegatten mitversichert.

Vor Vertragsabschluss lohnt es sich also, die Haushaltsversicherungen miteinander zu vergleichen und darauf zu achten, dass optimalerweise eine erweiterte Privathaftpflicht inkludiert ist. So können bei einem privaten Schadensfall wirtschaftliche Totalschäden vermieden werden.

 

Feedback